Glossar S & Sch & St
Walliserditschi Weerter mit «S», «Sch» und «St»
Glossar S & Sch & St
"sp" und "st" werden immer als "schp" und "scht" gesprochen!
Saal, m; Saal,Vorratsraum, -geschoss [Id. 1/249; Gr 15]
Saaltiri, f; Saaltüre
Sächszääntil, m; Sechszehntel
Sächzääntuschtil, m; Sechszehntel
Sack, N. m.; 1. Sack, Beutel, Nutzung: Gäältsack, Geldbeutel, Portmonai: Tüe d Öügu üff old du Gäältsack. Öffne die Augen oder den Geldsack (sei vorsichtig oder du hast Schaden; SV, Sprichwort, 73), Mällsack, Mehlsack, Häärpfilsack, Kartoffelsack, Füetersack, Futtersack, Habersack, Futtersack für Pferde oder Maultiere, Löüpsack, Laubsack, Bissagga, Strohsack, Matratze; Material: Papiersack, Stoffsack, Häärpfilsack, Jutesack [Id. 7/604]; 2. Sack, Seckel, Säckel, Beutel, Hodensack [Id. 7/667]
Sackmesser, n; Taschenmesser
Saaga, N. f.; Säge; 1. Schneidewerkzeug [Id. 7/423]; 2. Sägerei [Id. 7/436]; 3. Mau, Kuhgebiss [Id. 7/420]
Saagugatter, N. n.; Sägengatter; beweglicher Teil einer Sägerei, verleiht dem Sägelblatt die Auf- und Abbewegung [Id. 2/497]
Saggoscht, N. m.; Rucksack [IA I/1976, 38]
Sälti, m; kleiner Saal,Vorratsraum
Sander, m;Wasserhüter
Sand, m; Sand
Sänner, N. m.; Sänneri, N. f.; Senner, Sennerin im allgemeinen und Käser, Käserin im speziellen Sinne [Id. 7/1006]
Sänntum, n; Senntum
Sänntumalpa, f; Senntum, Genossenschaftsalpe
Saarmänt, N. n.; (abgeschnittene) Rebschosse, Reisig, aus dem ital. sarmento [Id. 7/1326; IA, II/1976, 37]
Sässil, m; Sessel
Satz, m; Satz, Schwund
Sch
Schabi, N. n.; das Zusammengeschabte; Plur. Schabini, Schabete; vam Paläntuchoch han i am liebschtu d Schabini, vom Polentagericht habe ich am liebsten das Zusammengeschabte (die leicht angebrannte Kruste am Boden der Pfanne [Id. vgl. Schabeten I, 8/19]
Schaaf, n; Schaf
Schaafchromo, m; Schaafkoben, Verschlag
Schaafalpa, f; Schafalpe
Schaafchees, N. m; Schafkäse
Schaafgaarba, N. f.; Schafgarbe
Schaafgaarbutee, N. f.; Schafgarbentee [Id, 12/28]
Schaafhirt, N. m.; Schafhirte [Id, 2/1648]
Schaafstall, m; Schafs
Schaaftriichja, f; Schafglocke, Schaftreichel
Schaafzeichnig, f; Schafzeichnung, persönliche Kenntzeichnung der Schafe
Schääru, m; im Trockenen, Regenschutz
Schaber, m; Schaber
Schabete, f; Teigreste, Abgeschabtes
Schabi, n; Teigreste, Abgeschabtes
Schachtdeckil, m; Schachtdeckel
Schädil, N. m.; 1. Schädel, Totenschädel; 2. Kopf [Id. 8/186]
Schaft, N. m; Schrank [Id. 8/403] vgl. Chuchischaft, Gwantschaft
Schaftbett, n; Schrankbett, Ausziehbett
Schafttiri, f; Schranktüre
Schälla, f; Kuhglocke, Treichel
Schalluhiischi, n; Gefängnis, Zuchthaus, Kerker
Schalluwäärch, n; Gefängnis,Kerker
Schalusii, f; Fensterladen, Jalousie
schärmizieru, V. intr.; schimpfen, lärmen, (von Scharmützel?) [IA, I/1977, 41]
schäru, V. tr.; scheren
Schatzchammra, f; Schatzkammer
schee, Adj.; schön, viel, fesch; an scheene Maa, Büeb, ein fescher, schöner Mann, Bube; an scheene Säich, sehr dumme Situation; an scheene Hüffo, ein grosser Haufen [Id. 8/841; IA I/1977,40]
schellig, Adj.; reif, trocken, leicht schälbar bei Arvennüssen, vgl. tschellig [Id. 8/553]
Schenkeli, Schenkel, N. n.; Fasnachtsgebäck [Id. 8/969 2c]
Scheidul, N. m.; Ziger vgl. (swdt. Schreibweise) Zieger, Schotten- Quark- oder Molkenkäse, [Id. 8/227]
Scheub, N. m.; Scheuba, N. f.; Bündel, Heu-, Stohbündel
Scheuba, N. f.; Schürze vgl. Vorrschooss im Wsdt. zu Vorscher verkürzt; je nach Gebrauch der Schürze unterscheiden wir Chuchivorscher, Küchenschürze, Hirtervorscher, Futterschürze, vgl. Füeterschooss ; mit der Scheuba geit är in d Schiir ga Heww, mit der (Futter)schürze holt er in der Scheune das Heu [Id.8/75ff.]
Schgädri, N. f; ein Spritzen, eine kleine Menge [IA, I/1976, 39]
schgädru, V. intr.; spritzen [IA, I/1976, 39]
Schgaaja, N. f.; Stein, Steinplatte von ital. scaja
Schgapoliier, N. n.; Ordens-, Bruderschaftszeichen vgl. Skapulier; mit diesem Zeichen haben sich auch die Laiensbruderschaften (z. B. 3. Order) mit einer Schärpe, einem Schild oder einer Schnur gekenntzeichnet [IA, II/1976, 36]
Schgapoliiersunntag, N. m.; 3. Sonntag im Juli (Jakobusfest); der hl. Jakobus ist Patron vieler Alpen [IA, II/1976, 36]
schgüüsu, V. tr.; schnell stuhlen, flüssig scheissen, Durchfall [Gr. 170]
Schiebepoort, f; Schiebetüre
Schiebetiri, f; Schiebetüre
Schepfi, f;Wasserfassung
Schiff, n; Schiff,Wasserschiff
Schiiba, f; Scheibe, Fensterscheibe
Schiibbei, N. n; Stadelbein [IA, II/1976, 36]
Schiibbeiplatta, N. f; Mäuseplatte [VS, 170 ]
Schiibplatta, N. f; Mäuseplatte [VS, 170]
Schiibu, N. f; 1. Scheibe; 2. Zielscheibe; 3. Mäuseplatte (im Zusammenhang mit Stadel/Speicher) [VS, 153]
Schiibupfeischter, n; Glasscheibenfenster
schiffu, V. tr.; 1. mit einem Schiff fahren; 2. derb für urinieren, pissen; 3. stark regnen [Id. 8/373]
Schina, N. f.; Holzstück, Holzdorn; an Schina fassu, sich mit einem kleinen Holzstück (das meistens noch stecken bleibt) verletzen [Id. 8/833]
schintu, V. tr.; 1. schälen, z.B. die Rinde entfernen; 2. häuten, ds Schaaf schintu; 3. sich plagen; 4. geizen; 4. Jass: eine Stichkarte nicht spielen, z.B. bei Doppelspielen du Ass schintu aus Furcht, dass er vom zweiten gestochen wird; [Id. Bd. 8/901]
schintigs, Adj, geizig [vgl. Id. Bd. 8/907]
Schiir, f; Scheune,Heuraum
Schiirloch, n; Scheuerloch
Schiirpoort, f; Scheunentüre,Heuraumtüre
Schiirschopf, m; Laube, Treppenvorbau
Schiirstäga, f; Scheunenstiege, -treppe
Schiirtiri, f; Heuraumtüre, Scheunentüre
Schiisshüss, n; Toilette, Scheisshaus
Schiissa, N. f; WC, Toilette; vgl. Abort, Abtritt, Gabine, Schiishüss, Twalett [Id. 8/1325,2]
schiissu, V. tr.; scheissen, koten; Deer wa derva nit will wissu, deer het sus gschissu. Wer davon nichts wissen will, hat es geschissen. (Wer sich am meisten wehrt, den trifft es am ehesten); ... heecher wellu schiisu, wa mu ds Loch het; höher scheissen wollen, als das Loch ist, hochmütig sein. (SV, Sprichwort, 80, XIV) [Id. 8/1326]
schiissigs, Adj. den Duchfall haben, von „scheissen“ [Id. 8/1350]
schiissu, V. intr.; den Kot ausscheiden, koten, scheissen von Tieren, derb auch von Menschen, für den Menschen sagte man meistens ggaggu, [Id. 8/1326]
Schiissudeckil, m; Toillettendeckel
Schiissloch, n; Sitzloch auf dem Abort
Schiissugrüeba, f; Kotgrube,Mistgrube
Schiissulti, N. n. Dimin.; WC, Toilette; vgl. Abort, Abtritt, Gabine, Schiissa, Schiishüss, Twalett [Id. vgl. 8/1225]
Schindla, f; Schindel, Dachschindel
Schissil, m; Brotschieber, Brotschaufel zum Einschiessen der Brote [Id. 8/1473; IA, II/1976, 37]
Schissja, N. f; Schüssel [Id. 8/1476]
Schitti, N. f; Schüttstein [Id. 8/1575]
Schittistei, N. m; Schüttstein [Id. 11/887]
Schittilgstell, n; Schüttelgestell
Schitzuhiischi, n; Schützenhaus
Schitzuhüss, n; Schützenhaus
Schlaafböüm, m; Bindebalken, Spannbaum
Schlaafchammra, f; Schlafkammer
schlaafgschturus, Adj.; schlaftrunken [IA, I/1976, 39]
Schlaafgschturni, N. f.; Schlaftrunkenheit [IA, I/1976, 39]
Schlaafstuba, f; Schlafstube, -kammer
schlaafu, V. intr.; 1. schlafen; 2. reziprok: beischlafen, är het mit ira gschlaafu, er hat mit ihr geschlafen [Id. 9/97] vgl. auch: liggu, liwwe, hörnlinu, neitu, tosu, inicku
Schlegil, m; Schlägel, Vorschlaghammer, Schlegel [Id. 9/253]
Schleif, m; Runse,Holzschleifrunse
Schlichti, N. f.; Nachgeburt [Id. 9/75]
Schlimblaatra, N. f.; Schleimblase, Fruchtblase [Rübel, S. 31]
Schlitto, m; 1. Schlitten, Transportschlitten, winterliches Transportgefährt [Id. 9/767]; 2. Schlitten, Teil von Maschinen, wo bewegliche Teile aufeinanderlaufen [Id. 9/769 2e]
Schlitzpfeischter, n; schmales Fenster, Mauerspalte, -ritze
Schlopf, N. m; Schuppen
Schlosstiri, N. f; Schlosstüre, verschliessbare Türe
Schlüecht, N. f.; 1. Schlucht; 2. Knochenzapfen an dem das Horn der Kuh sitzt [Id. 9/79]
Schlucketa, N. f.; Käsebruch [Id. 9/541]
Schluck, N. m.; 1. Schluck, Schlund, Speiseröhre; 2. eine gewisse Menge Flüssigkeit, är het an güete Schluck, er trinkt viel; in du lätzu Schluck cho, sich verschlucken [Id. 9/530]
schmallbaartu, V. intr.; vgl. kcharissieru, freien, werben, ein Jünglin (mit schmalem Bart) der sich das erste Mal (heute würde man sagen: flirten) auf Freiersfüsse begibt (Ried-Brig)
Schmallvee, n;
Schmallveestall, m; Kleinviehstall
Schmärr, N. n.; Schmer, Fett [Id. 9/976]
Schmärrbüüch, N. m.; Schmerbauch, Fettwanst, Wampe [Id. 4/995]
Schmitt, N. m.; 1. Schmied, Dorfschmied, Handwerker 2. Familienname, wird im Oberwallis in zwei Formen Schmid, Schmidt geschrieben, aber immer Schmitt gesprochen [Id. 9/855]
Schmitta, N. f.; Schmiede, Schmiedewerkstatt [Id. 9/1029] vgl. auch: Messer-, Hammer-, Nagil-, Chupfer-, Doorf-, Fääld-, Iisuschmitta, etc.
Schnablera, f; Eckverzähnung
Schnabulböüm, m; Bindebalken als Pfette
schnädru, V. intr.;1. zittern, beben vor Kälte; 2. schnattern, Geschnatter (wie bei den Gänsen) [Id. 9/1076]
Schnäggo, m; I. Schnecke; II. Schaf mit engem Hörner-Bogen
schnaaggu, V. intr.; auf den Knien kriechen [IA, I/1976, 39]
Schnaara, N. f.; Schnaari, N. n.; Bezeichnung für jüngere Schnaari oder älter Schnaara Mädchen, bis zur Entlassung aus der obligatorischen Schulpflicht (15 Jahre) [Id. 9/1271; IA, II/1976, 36]
Schnapsbomboona, f; Schnapsflasche (gross)
Schneeböüm, m; Bindebalken oder Schneesicherung
Schneelatta, f; Schneelatte, Schneerutschsicherung
Schnirrfilla, N. f.; Mund, Lippen, Lefze [Rübel, 17]
Schnotz, N. m.; Strick, kurzes Seil [Id. 9/1429]
schnüüfu, V. intr.; schnaufen, atmen [Id. 9/1158]; erschnüüfu, ausruhen
Schnura, f; Mund, Schnautze, Tiermund; perchuschte an parr uff d Schnura, ich hau dir aufs Maul [Id. 9/1287]
Schnurrli, N. f. dimin.; Schnautze, Tiermun; als Schwiischnurrli (gekochte Schweineschnautze) eine Delikatesse [Id. 9/1282]
Schnuri, N. m.; Prahlhans, Plagöri, einer der viel redet; dass ischt doch nummu an blööde Schnuri, das ist doch nur ein blöder Pra [Id. 9/1289]
schnuru, V. intr.; reden, prahlen, plaudern, tratschen [Id. 9/1282ff.]
Schoggolarigil, m; Schokoladeriegel
Schopf, m; Schuppen
Schora, f; Laube, Plattform
Schorrböüm, m; Schorrbaum, Viehlägerendbalken
Schorrgrabo, m; Kotgraben
schorru, V. tr.; kratzen, schaben, den Mist wegschaben
Schpeuz, N. m.; Energie, Einsatz [IA, I/1976, 39]
Schrapf, N. m.; kleine Wasserrinne, kleiner Bewässerungsgraben zur Feinverteilung des Wasser auf den Wiesen [Id. 9/1652]
schrapfu, V. intr.; mit dem Wässerbeil eine Wasserrinne graben [Id. 9/1652]
Schriibpult, m; Schribpult
Schriibstuba, f; Schreibstube
Schriibtisch, m; Schreibtisch
Schroota, f; Abteil, Stadelabteil
schrootu, V, tr.; 1. schneiden, abschneiden; 2. mit dem Meissel Heu aus dem Heustock schneiden ; 2. trennen, spalten beim Schmieden [Id. 9/1689]
Schüebännil, N. m.; Schnürsenkel, Schuhbändel, äss cha schoo der Schüebännil sälber heftu, es (das Kind) kann die Schnürsenkel schon selber binden [Id. 4/1337]
Schüelhüsstiri, f; Schulhaustüre
Schüelstuba, f; Schulstube
Schüüfla, f; I. allg. Schaufel, II. Brotschieber vgl. Backofen, III. Radschaufel z.B. beim Mühlrad; III. Schneidezahn, Schüüfilzänt sind die zweiten Zähne z.B. beim Rind, so dass es den Status als Kalb z.B. bei der Alpsömmerung verliert [Id. 8/382]
Schüüfilrad, n; Schaufelrad (Mühle)
schuppo, Adj.; viel, z.B. an schuppo maal = oft [Id. Bd. 8/1031, vgl. Schueposs; IA, I/1976, 39] A schuppo Hint sind ds Hasusch Toot. Viele Hunde sind des Hasens Tod.
Schurpf, N. m.; Schürfung, Streifwunde [Id. 8/1247] Di greegschtu Ringchie träägunt am meischtu Schurpfa. Die besten Ringkühe (Kampfkühe, Stechkühe) tragen am meisten Schürfungen. Wer Streit sucht, muss am meisten dafür büssen.
Schuss, N. m; Tempo, Geschwindigkeit; lüeg a maal i welum Schuss deer da um d Egga chunt, schau mal in welchem Tempe der da um die Ecke kommt [Id. vgl. 8/1695ff.]
Schutz, N. m.; 1. Schuss, der eerscht Schutz hets dernäbu gschossu, der erste Schuss hat das Ziel verfehlt; 2. Schutz, Obhut, Betreuung, der Leere het nu jetz unner schiinu Schutz gnu, der Lehrer hat ihn jetzt unter seinen Schutz genommen; 3. Weile, Moment, är het an Schutz miessu waartu, er hat eine ganze Weile warten müssen [Id. 8/1698; IA, II/1976, 37]
Schutzji, N. n.; Dim. von Schutz aber selten in der Bedeutung 1 (Schuss); as Schutzji beitu, eine Weile warten.
Schutzmüüra, N, f.; Schutzmauer gegen Steinschlag oder Lawinen, z.B. Äbihooch
Schwadjeta, N. f.;1. Schöpfkelle; 2. eine gewisse Menge Flüssigkeit, Schwall; vgl. Gutz, Schwetti
Schwamm, N. m.; 1. Schwamm; 2. Inneres des Euters [Id. 9/1870 ff.]
Schwanz, N. m.; 1. Schwanz, Tierschwanz, Chüeschwanz, Kuhschwanz, Rossschwanz (auch als Frisur), Schwiischwanz (vor allem als Menu), Schwanzlutscher (Schimpfwort, Schwuler) [Id. 9/2014] ; 2. Anhängsel, z.B. hat der Komet einen Schwanz; 3. Schwanz: Geschlecht des Mannes, Pennis [Id. 9/2021]
Schwanzasatz, N. m.; Schwanzwurzel, auch: Schwanzbei, Schwanzriepa, Schwanzstuck, Schwanzfädera, Schwanzchamma
Schwanzbei, N. m.; Schwanzswurzel; auch: Schwanzasatz, Schwanzriepa, Schwanzstuck, Schwanzfädera, Schwanzchamma [Id. vgl. 9/2014]
Schwanzchamma, N. m.; Schwanzswurzel; auch: Schwanzasatz, Schwanzbei, Schwanzfädra, Schwanzriepa, Schwanzstuck [Id. vgl. 9/2014]
Schwanzfädra, N. m.; Schwanzswurzel; auch: Schwanzasatz, Schwanzbei, Schwanzriepa, Schwanzstuck, Schwanzchamma [Id. vgl. 9/2014]
Schwanzriepa, N. m.; Schwanzswurzel; auch: Schwanzasatz, Schwanzbei, Schwanzstuck, Schwanzfädera, Schwanzchamma [Id. vgl. 9/2014]
Schwanzpuschil, N. m.; Haarbüschel am Ende des Kuhschwanzes [Rübel, 20!
Schwanzstuck, N. m.; Schwanzswurzel; auch: Schwanzasatz, Schwanz bei, Schwanzriepa, Schwanzfädera, Schwanzchamma [Id. vgl. 9/2014]
Schwärba, N. f; Wasserstandsregler bei Bewässerungsleitungen
schwärbu, V. tr; den Wasserstand einer Suon regeln
Schwaarber, N. m; der letzte Streich beim Howwu [IA, I/1976, 39]
Schwaarta, f; Schwarte, Abschnitt von Rundholz
Schwalbuschwanz, m; Laube,Treppenvorbau
Schwaarznasa, f; Schwarznasenschaf, Walliser Schafrasse
Schwaarznasuschaaf, n; Schwarznasenschaf, Walliser Schafrasse
schweissu, V. tr.; 1. schwitzen vgl. Schweisshund, Jagdhund; 2. schweissen [Id. 9/2221]
schwellu, V. tr.; schwellen, aufquellen; z gschwellu tüe, durch Einlegen in Wasser aufquellen lassen, besonders bei leck gewordenen Holzgefässen [Id. 9/1821; IA 1/1976, 38]
Schwetti, N. f.: ein gewisse Menge Flüssigkeit, grosser Schwall [Id. 9/2242]
Schwii, n; Schwein
Schwiiblaatra, f; Schweineblase
Schwiichromo, N. m; Schweinekoben, Verschlag
Schwiichrüt, n; Schweinekraut
Schwiderbeer, N. n.; Berberitze [Id. 4/1472]
Schwiigade, m; Schweinegaden, -stall
Schwiiglaff, n; Schweinefutter
Schwiigschirr, n; Schweinekessel
Schwiigwäsch, n; Schweinefutter
Schwiihäärpfil, m; Schweinekartoffel
Schwiimüelta, N. f.; ../?id=125Schweinemulde, Schlachtmulde, vgl. Fäärlimüelta [Id. 4/216]
schwiinu, V. intr.; 1. schweinen, etwas beschmutzen; 2. Schleimabsonderung bei trächtigen Kühen, die die Gefahr einer Fehlgeburt anzeigen [Id. 9/1909]
Schwiischnurrli, n; Schweineschnautze (Gericht)
Schwiischwanz, m; Schweineschwanz (Gericht)
Schwiistall, m; Schweinestall
Schwiistija, f; Schweinestall
Schwiitiri,f; Schweinetüre
Schwiitrogg, m; Futtertrog für Schweine
Schwiitrooja, N. f.; schmutziges, schmuddeliges, liederliches Weibsbild [Id. 14/718]
schwitzu, V. tr.; schwitzen, transpirieren [Id. 9/2275]; ins Schwitzu cho, ins Schwizen kommen, sich aufregen, ängstigen
Schwunt, m; Schwund
secklu, V. intr.; rennen, laufen [vgl. Id. 7/675], dazu gehören: absecklu, weglaufen; umenandresecklu, herumlaufen, versecklu, betrügen, hintergehen [Id. 7/674]
seer, Adj.; 1. sehr, 2. wund, wundgerieben; ds Mämmi het an seere Arsch, das Kind hat einen wunden Arsch [Id. 7/1263]
Seiffa, f; Seife, Blockseife
Seikla, f; Sprosse, Leitertritt
Seick, N. m.; 1. Urin, Harn; 2. Unsinn, vgl. auch Säich, tüe nit settige Säich verzellu, erzähl nicht solchen Unsinn [Id. 7/138]
seicku, V. intr.; 1. urinieren, Vulgärsprache bei Menschen; 2. säugen des Kalbs [Id. 7/141]
seiju, V. intr.; 1.trödeln, herumtrödel, äss seijut der ganz Tagg nur a soo umanand,er/es trödelt den ganzen Tag nur so herum; 2. sieben, von nhd. siehen, Flüssigkeit (Milch) durch einen Filter sickern lassen [Id. Bd. 7/586; Id. 8/601 vgl. sejen, Waren durch wägen genau kontrollieren, etwas genau nehmen]
seeju, V. tr.; säen, Korn säen, [Id. 7/37]
Seitüech, N. n.; Seihtuch, Filtertuch [Id. 12/318]
Sekretäär, m; Sekretär, Schreibschrank
seli, Partikel (Gradual); so, solch, verstärkend zum Adjektiv, seli sträng, so streng [IA II/1976, 36]
Sell, N. f; Grundbalken eines Hauses, Türschwelle vgl. Tirrsell [Id. 7/711]
Sella, N. f; Schwelle [Id. 7/711] vgl. Tirrsell, Hüsssell
Sellner, N. m; Schwelle [Id. 7/711] vgl. Tirrsell, Hüsssell
setzu, V. int.; setzen, senken
Sichtstei, m; Sichtstein; Stein in der sichtbaren Mauerfront
Sidella, f; Holzeimer, Bottich
siee, Pa; manchmal, vgl. auch asie [Id. 7/14]
Sigroscht, N. m.; Sigrist, Messmer [Id. 7/508]
Silbermantil, N. m.; Silbermantel, Heilkraut [Id. 4/343 vgl. Silberchrut 3/907]
Sims, n; Sims
Simsmüüra, f;Mauer bis zum Fenstersims
Sirmunda, Sirvolta, N. f; Käsemilch [Id. 7/1327]
Sirta, N. f.; Käsemilch [Id. 7/1327]
Siita, N. f.; 1. Seite; 2. Lende; mier tüet d Siita wee, mir schmerz die Seite; 3. Buchseite [Id. 7/1448]
Siitulado, m; Seitenbrett, Kastenbrett
sitzu, V. intr.; sitzen [Id. 7/1734]
Skapuliier, Schgapoliier, N. n.; Ordens-, Bruderschaftszeichen vgl. Skapulier; mit diesem Zeichen haben sich auch die Laiensbruderschaften (z. B. 3. Order) mit einer Schärpe, einem Schild oder einer Schnur gekenntzeichnet [IA, II/1976, 36]
Sockil, m; Sockel
Soldatustuba, f; Soldatenstube
sp > wird immer als "schp" gesprochen
Spää, N. n.; dünne Querlatte einer Bergola (Weinbau) [IA II/1979, 42]
Späckteella, f; Bergkiefer,-föhre
spääch, Adj. klein, schmächtig, bei Männer, as späächs Mannji, ein kleines, schmächtiges Männlein [Id. 10/75, 3); IA II/1979, 42]
Spaala, N. f.; Spält , Schlegel, Tierschulter [Id. 12/112]
Spaalttotz, N. m.; Holzspaltklotz, aufrecht stehender Holzblock auf dem Holz gespalten werden kann [Id. vgl. Schitertotz, 13/2272]
spaaltu, V. tr.; 1. mit einem scharfen Werkzeug trennen, spalten, Holz spalten; 2. trennen beim Schmieden [Id. 10/210]
Spannbalko, m; Spannbalken,Spannbaum
Spannböüm, m; Spannbaum
Spannig, f; 1. Spannung; 2. Bauterminologie: Gespann, Spannbaum
Sparo, m; Dachsparren
Spedlig, m; Sperrleiste, Verstrebung
Sperr, n; Sperrleiste,Verstrebung
Spettji, n; weibliches Schaf im Alter von 1-2 Jahren
Spiicher, m; Speicher
Spiichänil, m; Speikanal, Mühlkanal
Spiichertiri, f; Speichertüre
Spiess, N. m.; 1. Spiess; 2. Name für eine Kuh, deren Hörner auswärts streben [Id. 10/548]
Spilla, f; Spille, Stützbalken
spinntisierru, V. intr.; spintisieren, grübeln [Id. 10/385]
spinnu, V, tr.; 1. Garn spinnen, ein Netz spinnen; 2. irrsinnig sein; 3. intensiv, langanhaltend nachdenkenn, dem Theema spinnts jetz schon an parr Tägg naa; über dieses Thema denkt er jetzt schon ein paar Tage nach, 4. eine abwegige Meinung haben, du spinnscht doch, spinnst du? [Id. 10/311]
Spiis,f; Lebensmittel, Nahrung
Spiistricka, f; Speiseschublade
spitzu, V. tr.; spitzen, zuspitzen z.B. von Spitzeisen [Id. 10/706]
Spitziisu, N. n; Spitzeisen
Sporr, n; Vordach, Traufe
Sporrplatta, f; Dachplatte
Sporrchänil, m; Regen-, Traurinne
Spränzil, m; 1. Holzleiste; 2. Sperrleiste, Verstrebung; 3. hagerer Mensch, äss ischt nummu soo an Spränzil, er ist nur so ein aufgeschossener, hagerer Kerl [Id. X/917 ff.; IA, II/1979, 42]
Sprätzla, N. f.; Wunderkerze, Sprühkerzchen am Christbaum [Id. 10/973]
sprätzlu, V, intr.; 1. knistern, z.B. heisses Fett; 2. funken, sprühen, z.B. bei Wunderkerzen [Id. 10/974]
Spriessi, n; Schaf mit graden Hörnern
Spritza, f; Sperrleiste,Verstrebung
Spreeli, N. n.; schmächtige, mager Person, meist auf einen Mann bezogen, vgl. auch Spränzil [IA, II/1979, 42]
springu, V. intr.; 1. springen; 2. Stier der auf der Kuh aufsitzt, Begattung [Id. 10/885]
Sprossa, f; Sprosse
Spüela, N. f.; Spuhle [Id. 10/194; IA I/1978, 40]
Spüelo, N. m.; Spuhle am Spinnrad [Id. 10/195; IA I/1978, 40]
spurtu, V. intr.; spurten, schnell gehen, laufen
St wird immer als "scht" gesprochen
staa(n), V. intr.; stehen; Der Gscheidre gi naa und der Eschil bliipt staa. Er Gescheitere gibt nach und der Esel bleibt stehen. Tr. ... jmd. laa staa, jmd. stehen lassen, warten lassen oder abhängen [Id. 11/493]
Stäcko, m; Stock
Stadolplaana, N. f; Mäuseplatte [VS, 187]
Stadolbei, N. n; Stadelbein [VS, 187]
Stadoltschaaggo, N. m; Stadelbein
Stadol/Stadil; Stadel
Stadolpfiiler, m; Pfeiler, Stadelbein
Stadolplaana, f; Stütze und Platte beim Stadel
Stadoltiri, f; Stadeltüre
Stadoltschebil, N. m; Fuss, Stadelbein [VS, 187]
Staafil, m; Stafil, Alpe
Staafilalpa, f; Stafelalpe, Alpe
Staffil, m; Sprosse, Leitertritt
Staffiltritt, m; Sprosse, Tritt (Verdoppelung)
Stäga, f; Stiege, Steintreppe
Stäguhüss, n; Stiegenhaus
Stäguplatta, f; Laube, Treppenvorbau
Stall, m; Stall
Stallbett, n; Viehlager
Stallbrigi, f; Viehlager
Stallpfeischter, n; Stallfenster
Stallgang; Gang, Stallgang
Stallmüüra, f; Stallmauer
Stalltiri, f; Stalltüre
Standball, n; vgl. Eckball, baseballähnliches Spiel mit Tennisball
Standböüm, m; Viehlägerendbalken, Grabenbalken
Stazio(n): N. f.; 1. Bahnhof, Haltestelle; 2. Kreuzwegstation [Id. 11/1845]
Stei, N. m; Stei; mu müess mit dene Steinu hüüsu, wa mu het; man muss mit den Steinen bauen, die man hat (man muss sich mit dem bescheiden, was man hat; Volmar Schmid: Sprichwort, S. 83) [Id. 11/754]
Steiborer, N. m; Steinbohrer; längliches Spitzeisen, mit dem mit dem Vorschlaghammer z.B. zum Sprengen Löcher in den Felsen geschlagen werden
Steimüüra, N. f.; Steinmauer [Id. 4/383]
Steiplatta, N. f; 1. Steinplatte, 2. Mäuseplatte [Id. 5/200]
Steihüss, n; Steinhaus (Material)
Steimüüra, N. f; Steinmauer
Steipilz, N. m.; Steinpilz
Steischlegil, m; Vorschlaghammer zur Steinbearbeitung, Schlegel
Stellböüm, m; Viehlägerendbalken, Grabenbalken 50
Stelza, f; Stadelbein
stiibis, Adj. vollständig, kommt immer in der Redensart: riibis und stiibis vor; är het die Palänta riibis und stiibis ggässu, er hat die Polenta vollständig gegessen [Gr. 162]
Stier, N. m.; Stier; Stieri, gib naa, i gibu nit naa. Stier, gib nach, ich gebe nicht nach (zum Bezeichnen von besonders ausgeprägterr Starrköpfigkeit; Schmid Volmar, Sprichwort, S. 118) [Id. 11/1215], vgl. Stieri, Stieggi, Stierli;
Stieggi, N. m.; Stier [Id. 10/1513]
Stiija, f; Stall, Schweinestall
stillu, V. tr.; 1. stillen, ruhiger werden; bi züenämundum Elter, hets de tiitlich gstillot, bei zunehmendem Alter, wurde er deutschlich stiller; 2. stillen, säugen, sieh auch: ds Putti gä, di Bruscht gä [Id. 11/262ff.]
stierig, Adj.; brünstig [Id. 11/1239]
Stirna, N. f.; Stirn; jdm di Stirna bietu, jemandem die Stirne bieten, widerstehen [Id. 11/1540]
Stitzmüüra, f; Stützmauer
stitzu, V. intr.; stürzen, abstürzen; tr.; aufstellen, z.B. d Ooru stitzu, die Ohren aufstellen [Id. 11/1909,4]
Stockmili, m; Stockmühle
Stockrad, N. n; Stockrad (Mühle)
Stoorto, N. m; 1. Strunkt, Pflanzenstrunk, Pflanzenstängel, abgeschnittener Pflanzenstiel, z.B. Chabosstoorto 2. kleinwüchsiger Mensch [Id. 11/1548]
storu, V. Intr.; rühren, stören, umrühren; di Palänta steeru, die Polenta umrühren [Id. 11/1259]
Stoosspfeischter, N. n; Stoss-, Schiebefenster [Id. 1/873]
Stotzmüüra, f; Stützmauer
Stöüplumpo, m; Staublumpen
Straffil, N. m.; Heuschrecke, vgl. auch Hewwstraffil [Id. 11/2122] Eigenwort der Walsersprache
Strälla, N. f.; Striegel, vgl. Strigil [Id. 11/2232]
strällu, V. tr.; 1. mit dem Striegel das Vieh putzen; ds Vee strällu, das Vieh striegeln; 2. zappen, das Bettgewand herum-, abwerfen, in Unordnung bringen; jetz hescht schoo wider ds Bett versträllot, jetzt hast du schon wieder das Bett in Unordnung gebracht [Id. 11/2232]
sträng, Adj.; streng [Id. 11/2292; IA II/1976, 36]
Straassugrabo, m; Strassengraben
streckku, V. tr.; 1. straffen, gerade, steif machen, spannen; 2. strecken, durch gleichmässiges Schmieden verlängern [Id. 11/2155]
Streel, N. m.; Kamm [Id. 11/2215]
Strewwi, f; Steu aus Stroh oder Chriss = Baumnadeln [Id. 11/2441; IA II/1976, 36]
strewwu, V. intr.; streuen, Saalz strewwu, Salz streuen [Id. 11/2452]
strewwinu, V. intr.; einstreuen, dem Vieh einstreuen [Id. 11/2452]
Strickgwätt, N. n; Eckverzähnung
Strigil, N. m.; Striegel, Metallkamm zum putzen von Vieh; vgl. Strälla [Id. 11/2145]
Strubil, N. m.; struppiges, ungekämmtes Haar; Haarbüschel, Haarwirbel, zerwühlte Frisur [Id. 11/1949]
Stöüp, N. m.; Staub [Id. 10/1066; IA II/1976, 36]
stöübu, V. intr.; stauben [Id. 10/1073] vgl. auch: steipu, 1. stauben; 2. verscheuchen
strecku, V. tr.; 1. strecken, verlängern; der Wii mit Wasser strecku, den Wein mit Wasser strecken; 2. refl. sich strecken, ich strecku mi bis an di Dechi, ich strecke mich bis an die Decke [Id. 11/2156] vgl. auch: üssstrecku, ausstrecken; d Fiili üssstrecku, sich aus dem Schlaf strecken und recken.
Strich, N. m.; 1. Strich, Linie; 2. Strich von streichen; 3. Kuhzitze [Id. 11/2025]
ströüpfu, V. tr.; 1. an (Haaren, Gras) zerren, (aus)reissen; 2. züchtigen, an den Haaren ziehen
Stuba, f; Stube,Wohnstube
Stubälli, N. n; Schemel, Hocker [Id. 10/1]
Stubji, n; Stübchen, Stube, Kammer
Stububett, n; Stubenbett
Stububinna, f; Deckenbalken
Stububodo, m; Stubenboden
Stubugrüpper, m; Stubenhocker
Stubuhocker, m; Stubenhocker
Stubuofo, m; Stubenofen, Giltsteinofen
Stubupoort, f; Stubentüre
Stubuschaft, m; Stubenschrank
Stubusell, n; Stubenschwelle
Stubuspiegil, m; Stubenspiegel
Stubutiri, f; Stubentüre
Stubutisch, m; Stubentisch
stüüchu, V. tr.; stauchen, zusammenstauchen, kürzen beim Schmieden [Id. 10/1321]
Stüel, m; Stuhl
Stumpo, N. m.; Stumpen; 1. durch Abbrechen oder Abschneiden verbleibenden kurze Teil z.B. abgebrochenes Kuhhorn; 2. Zigarre [Id. 11/439]
Sturz, m; Sturz, Abschluss bei Fenstern und Türen
Sturzlatta, f; Verbindungslatte, Sturz
Stutt, f; Pfosten
Stutz, m; senkrechter Balken
Stutzer, m; 1. Gewehr, Präzisionsgewehr; 2. Schaf oder Kuh mit steil oben gebogenen Hörnern [Id. 11/1895]
Stutzerbatilla, N. f; Trinkgefäss aus Holz mit Trinkloch auf der Deckelseite; vgl. Batilla, Dim. Batilli; [Id. 4/1908; IA I/1976, 38]
Stutzmüüra, N. f.; Stützmauer
Stutzwant, f; Bretterwand, Ständerbau
Süüberra, N. f.; Nachgeburt [Rübel, s. 32]
Sudler, N. m.; vgl. sudlu; unsauberer, pfuschender Arbeiter
sudlu, V. intr.; 1. beim Kochen oder Essen unsäuberlich sein; 2. unordentlich arbeiten, pfuschen; 3. mit Wasser spielen [Id. 7/327; IA II/1976, 37]
Süe(n), N, f; Pl. Sie, Suon, Bewässerungsleitung [Id. 7/1109; IA I/1975,38] vgl. auch Suon, N. f.; Wasserleitung, Bisse [Id. 7/1109]
Suff, N. m.; Suff [Id. 7/346]
süüffu, V. tr.; saufen, betrinken [Id. 7/346] ../?id=509 vgl. triichu, laffu, leetu, ileeschu, süüffu, gurglu
sum, sums, sumi, Pron.; einiges, einige[Id. 7/969]
Summeralpa, f; Sommeralpe
Summerchieli, N. n;Milchkuh, die im Sommer zurück bleibt
Summernutzo, N. m.; Sommernutz, der Ertrag eines Sommers (Käse, Butter) [Id. vgl. nutz 4/889]
Aufzuchtsüügu, V. tr; I. saugen; II. säugen, Milch-Laktation [Id. 7/513]
Süürteigg, m; Sauerteig
Suww, f; Sau, Schwein[Id. 7/1486]
suwwu, V. intr.; 1. sauen, versauen, verdrecken, verschmieren; 2. Kuh, die eine schmutzigen Saft ausstösst, Gefahr einer Fehlgeburt [Id. 7/1510]
der Suww ins Fittlo, der Sau in den Arsch; Redensart, sehr abgelegen, irgendwo im Nirgendwo; spöttisch wurden von den Lötschern (Löschental) oder den Saasern gesagt: Der Suww ins Fittlo und drii Stunde veri ischt Leetschu/Saas; der Sau am Arsch (sehr abgelegen) und dann noch drei Stunden weiter ist Lötschen, Saas.
Suwwstija, f; Schweinestall