WohnenRäume

Stubji

[Alpstube]

Alpstube, Wohnraum der Alphütte; vgl. Stubji; Wohn-, Ess-, Schlaf- und Aufenthaltsraum einer Alphütte waren sehr bescheiden eingerichtet: Bett, Näscht, Güütschi, dem Tisch, dem Bäich, einem bis zwei Hockern, Stubälli und einer Petrollampe, Lusa, Funzla, Lampa, Petrolllampa und dem Herrgottswinkel, Gottesji. Meistens in einer talabwärtigen Ecke des Gesamtgebäudes gelegen, oft versehen mit zwei Fenstern in Front- und einem in der Seitenfassade. Die Alpstube lag direkt über dem Stall, und durch die Ritzen in der locker gefugten Diele strömte die Stallwärme und der Stallgeruch in die Stube; das gab zwar warm (hier auf manchmal über 2000 Meter Höhe konnten die Nächte auch im Sommer zeitweise empfindlich kalt werden und Heizung gab es in diesen Stuben keine); aber dieser Stallgeruch bescherte den Älplern ihren markanten und unverkennlichen ‘Duft’: … äs schmeckt nach Alpa, «…er/sie riecht nacht der Alpe», ein «’Duft’, der damals nicht unbedingt als unangenehm empfunden wurde und bei manchen Menschen sogar heimelige Erinnerungen weckte.

[vgl. Id. 10,1124; SDS,VII/247.;W. 3470; Gr. 184]
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch  
Volmar Schmid, 2. Februar 2008
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