Bauen

Läbunswiis

[Lebensweise]

Die Walser waren zum grössten Teil Selbstversorger, d.h. sie lebten praktisch von ihrem Grund und Boden und versorgten sich mit allem Lebensnotwendigen selber. Wichtigstes Standbein war die Viehzucht, daneben produzierte der Ackerbau die Grundnahrungsmittel: Kartoffeln und Getreide. Fehlende lebensnotwendige Güter wurden im Tauschhandel (vor allem Käse und Vieh) bei den Nachbarn besorgt. Selten gab es in den Walsergebieten den Mehrzweckbau, meistens wurden für die verschiedenen Bedürfnisse die entsprechenden Bauten errichtet: Wohnhaus mit Keller und Estrich (für die Menschen und Vorräte), Stall und Scheune, der Gaden (für das Vieh), der Stadel (Getreide) und der Speicher (Vorräte). In den höher gelegenen Regionen, wo als Wirtschaftszweig nur noch die Viehzucht übrig blieb und wo man sich zum Teil nur im Sommer aufhielt, wurden Mehrbauten, die Alphütte, erstellt: sie bestand auf der ersten Ebene aus einem Stall und auf der zweiten aus einer Schlafstube, einem Küchenraum, einem Käse-, Milchkeller und einem kleinen Scheunenraum (Auf der Alpe wurde das Vieh nur bei Schlechtwettereinbrüchen, z.B. Schneefall für ganz wenige Tage mit Heu gefüttert).

Am Berg (und das waren die meisten Walserorte) kam zur Selbstversorgerwirtschaft der Umstand hinzu, dass sämtliche Güter auf den Rücken der Menschen transportiert wurden (für schwierigere Transporte und für den Handel mit dem Nachbarn gab es Maultiere), so dass man von einer regelrechten "Tragwirtschaft" sprechen kann. Man versuchte daher Transporte tunlichst zu vermeiden, deshalb liess man z.B. das Vieh zum Heu wandern. Man zog also mit dem Vieh, wenn die Vorräte in einer Scheune zu Ende gingen, zur nächsten (Vgl. "Stellä" und "Robä" /Graubünden oder "Firchefaaru" /Oberwallis).

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