BauenGebäudeMühle

Milirad

[Mühlenrad]

Milirad, n; Mühlenrad; als Baumaterial für die Wasserräder wurde bis ins 19. Jh. ausschliesslich Holz verwendet. Das für die Felgen, Fälgurad, und die Radkränze, Radchranz, geeignetes Holz war das harzreiche und im Wasser dauerhafte Lärchenholz. Für die Schaufeln, Schüüfla, Schüüfilrad, bevorzugte man das billigere Kiefern- oder Tannenholz. Der ganze Radkranz wurde von einer oder zwei Speichenreihen, Radchranz, getragen, welche mit Zapfen im Wellbaum, Wällböüm, eingelassen waren. Die Räder wurden durch das Wasser auf verschiedene Arten angetrieben: horizontal, Stockmili, Stockrad, oder vertikal, Chammmili, Chammrad, nach dem unterschlächtigen, Unnerschlagmili, oder dem oberschlächtigen, Oberschlagmili. Der Bilderduden verzeichnet noch den Typus des Mittelschlachtmühlenrades, den ich aber bei uns nicht finden konnte.

[Id. 67482,c; 6/489; 8/387; HK, 7 ff.]
Volmar Schmid: Kleines Walliser Wörterbuch. Gebäude. Brig, 2003
VS, 7. 9. 2010
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