FeldarbeitAckerbau

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Howwu

Im steilen Gelände der Bergdörfer, war die Arbeit auf dem Kartoffelacker mühsam. An vielen Orten kannte man für das Umbrechen nicht den Pflug. Der Umbruch erfolgte manuell. Über die Verbreitung der Handgeräte (Howwe) gibt folgende Skizze Auskunft:

Die Arbeit mit der Howwa, das Hochtragen oder Hochkarren der Erde, die im Laufe eines Jahres nach unten gerutscht war und das Pflanzen, Jäten und Ernten der Kartoffel war in sehr vielen Walser Gebieten ähnlich und doch immer wieder verschieden, wie folgende Übersicht zeigt:

  Zermatt Andere Orte im Wallis Vallorcine Safien Triesenberg Vorarlberg
Umbrechen mit Howwa Ja Ja Ja Ja   Ja
Spitzhaue Ja Ja / Nein Nein Ja   Ja
Kreuzstreich Ja Ja Nein Nein   Ja (für Tännele)
Hauen im Team Ja Ja ? Ja (Familie)   Nein
Transport von Land nach oben Ja Ja Tragen im Tragkorb     Nein (zur Mist)
      Details über Vallorcine Details über Safien Details über Triesenberg Details über Vorarlberg

Die Tabelle zeigt, dass nicht überall Übereinstimmung herrscht. So kannte und kennt man den Kreuzstreich offensichtlich nur im Wallis. Andrerseits ist der Transport von Land und Rasenziegel von zuunterst des Ackers nach oben durchaus vergleichbar. Man beachte dazu die Detailberichte aus den Regionen. Im französischen Vallorcine nannte man diese Arbeit „faire la la teppe“ (mehr Infos über Vallorcine), in Safien und in Triesenberg kannte man das Fura ( mehr über Safien/ mehr über Triesenberg).

 Auch die Instrumente (und damit auch die eigentliche Arbeitstechnik) beim Umbrechen waren vergleichbar und doch unterschiedlich. Über die verschiedenen Gerätetypen orientiert die Bildgalerie.

Das Umbrechen von Ackern von Hand ist eine Gemeinsamkeit in vielen Walser Regionen und die Arbeitstechnik ist vergleichbar. Allerdings sagen viele Leute, die Arbeitstechnik ergebe sich von selbst aus der Steilheit des Geländes. Gerade diese umfrage in Walser Gebieten zeigt aber, dass sehr viele Varianten denkbar sind und dass gewisse Techniken eben doch eine sehr  lange Tradition haben.

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