Geräte und WerkzeugHandwerkzeug

Biältini

[Beile und Äxte]

In jedem Haushalt fand man früher zwei bis drei Beile Bielli von verschiedener Grösse, die aus einem Metallstück und einem hölzernen Stiel, Still, früher Haaup gefertigt waren. Das Metallstück bestand wie heute noch aus einer Schneide Räätsi, heute immer mehr Schniidi geheißen und aus einer Oese Haus Hüüss, die den verstärkten Rükkenteil des Stieles aufnimmt. Die Stiele stellten die meisten Bauern früher selber aus Eschenholz her, heute kommen sie meistens samt dem Metallstück zum Verkauf. Diese neuen Stiele sind der Oese viel besser angepasst als die früher selbst fabrizierten, so dass die feinen Keile aus Lärchenholz auf der Stirnseite des Stieles erspart bleiben, die früher den Stiel an die Oese preßten. Vor Gebrauch legt man sie eine Zeitlang ins Wasser mu tuet schi ds Lächne, früher mu tüet schi ds Keppe. Eine ähnliche Form wie das Beil weist das sog. Waaldagschi (Abb. e, f, g) auf, deren Haupt aber eine etwas größere Oese besitzt, Blatt und Schneide dagegen sind gewöhnlich kleiner als beim üblichen Beil. Auch der Stiel ist länger und fester gebaut, denn man braucht sie nicht bloß wie das Beil um Äste zu verkleinern, sondern selbst, um schwere Baumstammabschnitte Totza zu spalten.

Die Breitaxt Pioola (Abb. d) brauchte der Bauer vorwiegend zum Behauen der Baumstämme, nachdem er zuerst mit der Waldaxt die Rinde, Rinna, entfernt hatte: gschintot het. Selten geworden ist die Hohlaxt, Hoola, Schääla, Hoolagschi genannt. Sie diente dazu , um Kännel, Chännil und Tröge, Trogg herzustellen.  (vgl. Camill Schmid)

VS, 30. 10 2017
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