Schafzucht

Wallisär Landschaf

[Walliser Landschaf]

Das Walliser Landschaf war ursprünglich vor allem im Ober-und Mittelwallis verbreitet, wobei es immer eher verstreut gehalten wurde. Seine Abstammung ist nicht mehr genau zu eruieren; es stammt möglicherweise ab von dem inzwischen ausgestorbenen Kupferschaf. Verbindungen zum Walliser Schwarznasenschaf und zu der ausgestorbenen Rasse Roux de Bagnes haben stattgefunden.

Das Walliser Landschaf wurde vor allem wegen seiner Wolle geschätzt, die als sehr gesund und warm galt. Ausserdem musste die Wolle zur Fabrikation des Drilch (Bauerntuch, Landtuch) dank der natürlichen Farbe nicht gefärbt werden.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts unterschied man noch zwischen dem alten rotbraunen Walliser Landschaf, auch als älwes (Farbe; älws: gelbbraun, fahlgelb)  Schaf bezeichnet, und dem alten schwarzen Walliser Landschaf (Stebler, 1907; Blötzer, 1936). Das schwarze Landschaf nannte man auch "Lötschenschaf". Es kam am häufigsten in seinem Heimatgebiet, dem Lötschental, vor und war mittelgross und gehörnt. Mastschafe lieferten 25 bis 30 kg Fleisch, die Wolle war 10 bis 15 cm lang.

Das Walliser Landschaf war nie sehr verbreitet. In den achtziger Jahren stand es kurz vor dem Aussterben. Nachdem bei wenigen Züchtern noch einige Tiere dieser Rasse gefunden worden waren, startete die Stiftung Pro Specie Rara

Annette Weber: Walliser Landschaf (Roux du Valais), in: Traditionelle Nutztiere und Kulturpflanzen im Oberwallis, Rotten Verlag, NGO, Visp 2001.

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VS, 30. 8. 2010
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