ViehzuchtArbeiten rund um's ViehChrissu

Chrissu

[Nadeln sammeln für Streue]

"Meist wurde eine Mischung von Rech- und Krautstreue genutzt, wobei beim Zusammenrechen häufig auch die oberste Erdschicht abgeschält wurde (Plaggenhieb). Gemäss volkskundlichen Beschreibungen für den alpinen und voralpinen Raum (Uri, Wallis, Berner Oberland) verwendete man dazu entweder einen Schaber mit schaufelförmigem und vorne hakenförmig eingebogenem Eisen oder einen eisernen Adlerrechen mit eng aneinander stehenden, gekrümmten Zinken und kurzem Holzstiel. Damit kratzte man teilweise auf den Knien das Laub und die Nadeln ("Chris", "Chrissu", "Trel"), häufig vermischt mit Moos ("Miesch") und krümeliger Walderde, fein säuberlich zusammen und ergänzte von Fall zu Fall mit gesichelten oder von Hand gerupften Farnkräutern und Waldgräsern. Wenn es nur um das Laub ging und der Untergrund geschont werden sollte, wischte man es mit verschiedenen Arten von Besen zusammen oder führte die Arbeit auch von blosser Hand durch.“

Quelle:
  • http://www.fe.ethz.ch/people/gimmiu/M2685_Agr._Waldnutzung1.pdf
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Begattig und Trächtigcheit

[Begattung und Trächtigkeit]

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Wälschi

[Eringer]

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Chrissu in Zeneggen (VS)

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