ViehzuchtArbeiten rund um's ViehChrissu

Chrissu in Eyholz (VS)

Aus dem Interview für Eyholz gehen viele Details zur Streunutzung in diesen Beständen hervor. So wurde diese Nutzungsweise vorwiegend von Frauen und Kindern ausgeübt. Die im Spätsommer gesammelte Streue wurde auf grossen Haufen aufgeschichtet (siehe Abbildung 5 in STUBER & BÜRGI 2002), welche laut einem Interview aus dem Saastal rund 2,5 Meter hoch waren und einen ebenso grossen Durchmesser aufwiesen. Ähnliche Angaben liegen für Zeneggen vor, wo zu Beginn des 20. Jahrhunderts 80 tristenartige Haufen von 2,5 bis 5 Meter Höhe und einem Durchmesser von 3 bis 4 Meter gezählt wurden (STEBLER 1921). Aus Eyholz wird weiter berichtet, dass die Streue von Fichten, Föhren und Birken bevorzugt gesammelt wurde, während Lärchennadeln weniger beliebt waren. Gelegentlich wurde auch die oberste Bodenschicht mit genutzt (ähnliches wird auch für Bayern berichtet, siehe HÖLZL 1996). Im Herbst und Winter wurde die Streue dann in die Ställe eingestreut. Um eine Kuh zu überwintern, brauchte man mindestens 10 Säcke Streue. Der Vieh bestand richtete sich jedoch weitgehend an der Verfügbarkeit von Stroh und der Frage aus, ob die Familie sich den Kauf von Stroh nötigenfalls leisten konnte. Während des Zweiten Weltkrieges sei in Eyholz generell mehr Waldstreue gesammelt worden. Die Zeitzeugen berichteten über die endgültige Aufgabe der Streunutzung in Eyholz gegen Ende der 1950er Jahre.

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