Viehzucht

Ds'Nöigiborna

[Das Neugeborene]

Am Neugeborenen wird untersucht, ob das Abreißen der Nabelschnur keinen Nabelbruch Nabilbruch verursacht hat; ansonst muß man den Nabel Nabul mit Milchschaum waschen und mit einem in Baumharz ge­tränkten Lappen Pächtüech umwickeln, fääschschu.

Für die Unterkunft des Kälbchens ist vorgesorgt worden. Man hat, ihm einen trockenen Platz Läger bereitet, der mit guter Streue und gelegent­lich mit einem Holzrost als Unterlage versehen ist. Wo der Raum zur Verfügung steht, wird ihm ein eigenes Abteil, ein 'Krummen' Chromo hergerichtet. An dessen Wänden findet es bei seinen Stehversu­chen Halt, so daß es weniger hinfällt tsringsstitzt. Sehr bald wird es mit einem Strick Schnotz, einer Kette Chetti oder einem hölzernen Hals­band, der 'Kämme' Chamma an die Krippe gebunden gheftot. Die Kämme besteht aus einem hufeisenförmig gebogenen Holz, das an den Enden zur Aufnahme eines Verbindungsstückes, des Schlüssels Schlussil durchlöchert ist. Sie hängt mitdem Verschluß nach oben um den Hals des Kalbes und hat gegenüber der Halskette oder dem Strick den Vorteil, daß das Kalb nicht gewürgt werden kann. Eine kurze Verbindungs­kette führt von der Kämme zur Krippe.

Quelle
  • Hans Ulrich Rübel: Viehzucht im Oberwallis, Huber, Frauenfeld, 1950
VS. 3. 12. 12
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