Jahreskreis

Leetschär Chiächlini

[Lötschentaler Fasnachtsgebäck]

«An der alten Fastnacht werden Körbe voll <Chüechlini> gemacht, damit diese bis in den Sommer hinein vorhalten», schrieb um die Jahrhundertwende Dr. Stebler. Noch Näheres über die traute Zweisamkeit der Lötseher wusste der wohlgeborene Reisende, der sich lange im Wallis aufhielt, zu berichten: «Nach Neujahr, wenn die Landschaft mit hohem Schnee bedeckt ist, so dass man an das Haus gefesselt ist, veranstalten die jungen Töchter den <grossen Dorf>. Sie kommen bis zum Aschermittwoch oft fast jeden Abend in irgendeiner Bauernstube zusammen, jede ihr Spinnrad mitbringend, wo neben der Arbeit die Unterhaltung gepflegt wird. Gewöhnlich sind auch einige junge Burschen anwesend, die sorgfältig acht geben, wenn das Werg am Spinnrocken einer Holden zu Ende geht, um ihr beim Anspinnen des letzten Restes behilflich zu sein. Dafür erhält der Jüngling an der alten Fastnacht ein Küchli ... »

Auch heute sind die «Chiächlini», eine Spezialität aus dem Lötschental, noch sehr begehrt. Hier ein Rezept aus Kippel:

Zutaten:

  • 2 kg Mehl
  • 10 Stück Eier 200 g Kochbutter
  • 2 Päckli Vanillezucker
  • 1 Päckli Backpulver
  • 2 dl Milch oder Weisswein
  • 2 dl Kirsch
  • 2 Gläschen Rum
  • 3 dl Bergamotte 1/4 1 Rahm
  • 1 Zitronenschale 400 g Zucker .

Zubereitung:

Der Teig wird wie ein herkömmlicher Kuchenteig zubereitet.- Zuerst die Eier mit der Butter (geschmolzen oder bereits aufgewärmt) schaumig schlagen, dann zum Mehl dazugeben, die restlichen Zutaten beigeben und zu einem Teig kneten.

Dann den Teig ausrollen auf zirka 5 mm, kleine rechteckige Stücke schneiden, die Rechtecke in der Mitte aufschlitzen (oder zwei kleine Schnitzehen hineinschneiden).

Chiächlini im heissen Öl ausbacken bis sie hellbraun sind.

Quelle:
  • Hildegard Stucky-Brantschen in Walliser Bote, Freitag, 29. Januar 2010 (VS, Februar 2010)
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